
„Karl Mühe hat als sorgfältiger Beobachter von Niederschlagsmessstellen, Quellen sowie der Pegel Siebeldingen und Birkweiler eine Aufgabe im Stillen erfüllt und dabei im Ehrenamt der Gemeinschaft über viele Jahre einen wichtigen Dienst erwiesen. Dass wir sauberes Wasser jederzeit nutzen können, dass wir genaue Kenntnis von unseren Gewässern haben, daran hat auch Herr Mühe einen wichtigen Anteil“, stellte heute Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege bei der Ehrung mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz im Mainzer Umweltministerium fest.
Der heute 87-jährige Karl Mühe, der in Eschbach im Landkreis Südliche Weinstraße lebt, hat sich über 23 Jahre als Beobachter verschiedener Messeinrichtungen des gewässerkundlichen Dienstes des Landes engagiert. Er hat seine Messstellen jahraus, jahrein regelmäßig und bei jedem Wetter aufgesucht, sie gewartet und gereinigt, die Funktionsfähigkeit der Geräte überprüft und auch selbst Messungen durchgeführt. Allein für die drei Quellen, die er wöchentlich mindestens einmal aufgesucht hat, war er 3.500-mal vor Ort.
Kraege: „Beobachter sind besondere Menschen, die über Jahre zuverlässig und verantwortungsbewusst „ihre“ Messstelle betreuen. Zu den besten gehörte Herr Mühe. Er hat die Pegel Siebeldingen und Birkweiler jahrelang unentgeltlich beobachtet und Quellfassungen mit viel Idealismus in Ordnung gehalten. Dafür sage ich Ihnen Dank.
Erst durch die Auswertung dieser vielfältigen und über lange Zeit aufgezeichneten Daten lassen sich belastbare Entscheidungen zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser treffen oder Veränderungen im Wasserhaushalt erkennen. Eine Aufgabe, der gerade in Zeiten, in der der Klimawandel und seine Folgen in aller Munde ist, nicht zu unterschätzen ist.“, würdigte die Staatssekretärin die jahrelange, zuverlässige Tätigkeit.
284 dieser „Wasser-Beobachter“ unterstützen in Rheinland-Pfalz die „hauptamtlichen“ Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsverwaltung. Der gewässerkundliche Dienst des Landes betreut 147 Pegelmessstellen, an denen die Wasserstände der oberirdischen Gewässer gemessen werden, 809 Grundwassermessstellen und Quellen sowie 48 Niederschlagsmessstellen, den sogenannten Ombrometern.
