
„Käthe Bauerfeind war als Wasser-Beobachterin 51 Jahre lang zuständig für die Pegelanlage Kirmutscheid am Trierbach. Seit 1962 hat sie außerdem den Pegel in Müsch an der Ahr betreut. Sie hat ihre selbst gewählte Aufgabe im Stillen erfüllt und dabei im Ehrenamt der Gemeinschaft über viele Jahre einen wichtigen Dienst erwiesen. Dass wir sauberes Wasser jederzeit nutzen können, dass wir genaue Kenntnis von unseren Gewässern haben, daran hat auch Frau Bauerfeind einen wichtigen Anteil“, stellte heute Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege bei der Ehrung mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz im Mainzer Umweltministerium fest.
Käthe Bauerfeind lebt in Kirmutscheid bei Pomster in der Verbandsgemeinde Adenau (Landkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler). Sie hat ihre Pegel jahraus, jahrein regelmäßig und bei jedem Wetter aufgesucht, sie gewartet und gereinigt, die Funktionsfähigkeit überprüft. „Wenn Sie wöchentlich ein- bis zweimal die beiden Pegel aufgesucht haben, so waren Sie in dieser Zeit an jedem Pegel mehr als 5.000-mal vor Ort“, lobte die Staatssekretärin den ehrenamtlichen Einsatz, „wenn man sich dann noch vor Augen hält, dass dies ja nicht nur Spaziergänge bei strahlendem Sonnenschein in lauschiger Frühlingsluft waren, bekommt man neben einer Ahnung von der geleisteten Arbeit große Hochachtung vor den Menschen, die sich dieser Aufgabe annehmen.“
Kraege: „Beobachter sind besondere Menschen, die über Jahre zuverlässig und verantwortungsbewusst „ihre“ Messstelle betreuen. Diese Aufgabe über fünf Jahrzehnte zu erfüllen ist außergewöhnlich und verdienstvoll. Dafür sage ich Ihnen Dank. Die Wasser-Beobachterinnen und -Beobachter tragen zu unserer Versorgung mit Wasser und dem Schutz vor Hochwasser stark bei. Erst durch die Auswertung dieser vielfälti-gen und über lange Zeit aufgezeichneten Daten lassen sich belastbare Entscheidungen zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Wasser treffen oder Veränderungen im Wasserhaushalt erkennen. Eine Aufgabe, der gerade in Zeiten, in der der Klimawandel und seine Folgen in aller Munde ist, nicht zu unterschätzen ist.“, würdigte die Staatssekretärin die jahrelange, zuverlässige Tätigkeit.
284 dieser „Wasser-Beobachter“ unterstützen in Rheinland-Pfalz die „hauptamtlichen“ Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsverwaltung. Der gewässerkundliche Dienst des Landes betreut 147 Pegelmessstellen, an denen die Wasserstände der oberirdischen Gewässer gemessen werden, 809 Grundwassermessstellen und Quellen sowie 48 Niederschlagsmessstellen, den sogenannten Ombrometern.
